La chute du mur  -  vue des deux côtés

Frage -  Mielke an Honecker: was ist eigentlich Dein Hobby? Antwort: ich sammele  Witze über

mich.

Frage  - Honecker an Mielke: und Dein Hobby? Antwort: ich sammele Leute, die diese Witze

erzählen.

Es ging nun nicht um „die Rolle des Witzes in der Psychologie der Repression“. Vielmehr trafen sich in Lille zwei Personen, die alle beide die eine wie die andere Seite kannten und kennen – welch ein glücklicher Zufall ... oder „Schachzug“? Und beide sind sich der „zweiten deutschen Vergang-enheitsbewältigung“ (Alfred Grosser) bewusst.

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Die ACLE / Lille hatte am 18. November 2009 zu einer Podiumsdiskussion eingeladen mit Unter-stützung der Stadt Lille. Man traf sich in der Maison des Associations zu einer sehr stimmungs-vollen Runde. Eingeladen waren Karsten Grobe, Denkmalexperte aus Erfurt, und Haye Roth, DFG Köln. Die Diskussion führte Fabrice Casadei, Vorsitzender der ACLE. Sofort entwickelte sich ein sehr freundliches und munteres Gespräch, in welchem viele wesentliche und am Ort kaum bekannte Gesichtspunkte den ganz überwiegend französischen Zuhörern eröffnet wurden, politische aber vor allem wirtschaftliche, kirchliche und soziale Dinge, sozial im Sinn des Bezugs zu Leben und Arbeit der Menschen. Die Zuhörer beteiligten sich mit Eifer und Interesse, man wollte gar nicht aufhören zu fragen und zu diskutieren. Der Ruf zum geselligen Teil mit Weinprobe und Käsebuffet musste wiederholt nachdrücklich erfolgen. Dann aber klang der Abend in dieser schönen Weise besonders fröhlich und lebhaft aus.

 

Viele Gäste waren unter den gut 50 Anwesenden, so

 

Mme Martine Filleul, Adjointe du Maire, conseillère générale du département et conseillère régionale du Nord-Pas-de-Calais

Mme Madeleine Schmeder, FAFA, Paris

Mme Dorothee Ulrich, directrice du Goethe Institut, Lille

Un pasteur protestant allemand en séjour professionel  à Lille

Un prêtre romain-catholique en retraite et membre de l’ACLE.

Unserem Freundesverein ACLE gebührt dank für diese sehr gute Veranstaltung und der Stadt Lille Dank für die Unterstützung. Das Interesse seitens des Goethe Instituts wie seitens der FAFA ist wichtig und ließ erkennen, welche Tragweite der Veranstaltung zugemessen wurde. Dass die Prota-gonisten freundschaftlich plauderten war durchaus ein überraschend glücklicher Weg: es war anre-gend, auch mal amüsant unterhaltsam – und dennoch wurde eine Struktur entwickelt. Die Wirkung war ungleich positiver als ein Standardablauf mit „Statements“ und straffer Punkteabarbeitung.

Haye Roth, November 2009

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