Am frühen Morgen des 15. Septembers fand sich eine kleine Truppe kulturbeflissener  und reiselustiger DFGler am Breslauer Platz. Ab jetzt wurden wir von unserer Reisefee Barbara nur noch als liebwerte Reisegesellschaft angesprochen, ein unbestreitbarer Beitrag zur allgemeinen Aufwertung des Selbstbewusstseins! Nach einem Riesenstau, den unser Fahrer Jazek mit Bravour überstand, kamen wir verspätet und hungrig in Eisenach an , wo wir den ersten Kontakt mit den Thüringer Spezialitäten –Thüringern Würstchen und Rinderroulade- genossen.  Es sollte nicht der letzte sein.

 Auf  nach der Wartburg auf den Spuren der heiligen Elisabeth von Thüringen und bedächtig an dem Raum vorbei, wo Luther arbeitete- geleitet von einer Führerin mit schauspielerischen Qualitäten.

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Weiter Nach Weimar, wo wir wiederum verspätet (es sollte das letzte Mal sein, Barbara attestierte uns eine hervorragende Disziplin und höchste Pünktlichkeit) sehnsüchtig von unserem Gastherr erwartet und zu unserem Abendessen begrüßt wurden. Wider Erwarten gab es kein Büffet, sondern die zweite Ausgabe der berühmten Thüringer Spezialitäten –des Vergleichs wegen! Nach einem interessanten Film über Weimars Glanz -und Schattenseiten ging es zu ersten Nacht in unserm Quartier, einer wunderschönen, liebevoll renovierten Gründerzeitvilla,. Im schönen herbstlichen Garten wachen neo-romantische Statuen , von gelangweilten russischen Offizieren in Friedenszeit als Zielscheibe missbraucht und von zeitgenössischen Künstlern „repariert“. Soll nicht allen gefallen, kann aber begeistern.

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Die Zimmer waren unterschiedlich in jeder Hinsicht, einige hatten mehr Glück als andere und es gab sogar ein Zimmer mit Balkon....

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Der nächste Tag fing an mit einer am ersten Tag im Bus von Barbara initiierten Tradition, der Verteilung der „pensée du jour“: ein Spruch, einige Zeilen mit Bezug auf dem anfangenden Tag, die zum Nachdenken oder Schmunzeln anregten. Dann ging das Eintauchen in die Kulturstadt los. Ein Höhepunkt folgte dem anderen, immer von besonders sachkundigen und interessanten Führern begleitet. Den Abend gestaltete die DFG Weimar in Form eines Grillabends im schönen Garten des Jakob Kaiser Hauses, natürlich war es ein Thüringerabend mit Thüringer Würstchen, aber wir schenkten den Gastgebern auch einige kölsche Spezialitäten.........

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Es wurde viel geredet und viel gelacht und einige Flaschen wurden geleert.

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Am folgenden Tag verließen wir kurzzeitig Weimar, um einen kleinen Abstecher nach Naumburg mit der Führung durch die wundervolle Ausstellung zum „Naumburger Meister“ zu machen. Ob es ihn wirklich gegeben hat bleibt dahingestellt, aber die vielen Meisterwerke in der Ausstellung sprechen für sich.

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Der dritte Tag gehörte wieder Weimar, Goethe Schiller und all den anderen, gipfelte in den Besuch der Amalia Bibliothek –abermals mit einer engagierten Führerin und schloss mit einem wunderbaren Abschiedsdiner nahe der Sommerresidenz der Thüringerfürsten. Und auch uns ging es fürstlich.

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Die Rückfahrt führte uns über Erfurt, das durch seine Schönheit die Erwartungen Vieler übertraf,  glücklich nach Köln.

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Es war eine erlebnisreiche und harmonische Reise mit Freunden. So schön, dass unsere Reiseleiterin sich bereit erklärte, über weitere Reisen nachzudenken. Ihr, dem tollen Fahrer, den bedeutungsreichen Stätten und natürlich der liebwerten Reisegesellschaft ist es zu verdanken, dass diese Tage unvergessen bleiben.

 

Françoise Schaeffer-Reuter