Bahnhöfe – reale und surreale in Lüttich

oder

Lüttich – von Paul Delvaux bis Santiago Calatrava

Am Samstag, 20. Juni ging es mit Familie Nowak nach Lüttich, wo nur „Bahnhof’“ zu verstehen war: der pharaonische TGV-Bahnhof von Star-Architekt Santiago Calatrava wirft kaum weniger Fragen auf als die mysteriösen Bahnhöfe vom „surrealistischen“ belgischen Maler Paul Delvaux (er wird oft in Verbindung mit den Surrealisten gebracht, zählte sich selbst aber nicht dazu): wie sie da aus dem Nichts auftauchen, z. B. im tiefen Wald, mit Gleisen, die zum Teil ins Nichts führen. Eine gewisse Parallele zu dem Schmetterlingsbau von Calatrava, wie aus dem Himmel im alten Stadtteil von Lüttich gelandet, war nicht zu verleugnen. Anschließend wurde die nun nach kölscher Regel „uralte“ Tradition (jährte sich zum dritten Mal!) des literarischen Aperitifs bei Nowaks gepflegt. Krönung war, nach einem kurzen Zwischenspiel des Regens, der sich bis dahin zurückgehalten hatte, ein Ardennen-Essen. Der Vorstand bedankt sich erneut bei Simone und Herwig Nowak für die hervorragende Organisation und die warmherzige Begleitung.