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Die Ausführungen der französischen Kollegin Marie Descamps, die Frau Hieronymi eingeladen hatte, zeigten, wie über die individuellen Sprachkenntnisse hinaus, eine enge Zusammenarbeit z.B. auf kulturellem Gebiet möglich ist. In französischer Sprache und mit viel Temperament berichtet die Abgeordnete auch von der Reisetätigkeit zwischen Brüssel und Straßburg, bei der dem Erfinder des Ziehkoffers unbedingt ein Orden verliehen werden müsste.

 

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Am Nachmittag konnten die Mitglieder der DFG das ARD-Studio Brüssel besuchen und der Redakteurin Caroline Imlau Fragen zur Europa-Berichterstattung im Fernsehen stellen. Die Einrichtung des Fernsehstudios beeindruckte durch neueste elektronische Ausrüstung .

 

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Damit rundete sich der erste Tag in Brüssel zu einem „Europäischen Tag“ ab, der am nächsten Nachmittag beim Besuch im Erasmushaus in Anderlecht seine Fortsetzung fand, als die Gruppe Erasmus von Rotterdam, der hier einige Jahre gelebt und geforscht hat, als einem frühen großen europäischen Denker begegnete.

 

Sicher ein Höhepunkt war abends der Besuch im Puppentheater Toone, das seinen Ursprung im 17. Jahrhundert hat und Theaterstücke im Brüsseler Dialekt, dem Marolien, einem Gemisch aus Spanisch, Französisch und Flämisch aufführt. Gespielt wurde „Faust“ nach der Oper von Charles Gounaud.

 

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Der Besuch im Wohnhaus von René Magritte vermittelte den Eindruck, persönlich bei dem Künstler zu Gast zu sein und verfolgen zu können, wie sich Möbel und persönliche Gegenstände in seinen Gemälden wiederfinden.

 

Ohne einen Eindruck vom Jugendstil in Brüssel, der sich in besonderer Weise im ehemaligen Warenhaus des berühmten Jugendstilarchitekten Victor Horta zeigt – heute als Comicmuseum genutzt- konnte man Brüssel natürlich nicht verlassen, ebenso nicht ohne eine Carbonarde flamande oder Moules frites in einem typisch belgischen Restaurant genossen zu haben.

 

Gudrun Bießmann