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ACLE und die DFG Köln PDF  | Drucken |

Die beiden privaten und gemeinnützigen Gesellschaften ACLE in Lille und DFG in Köln leben die persönliche Partnerschaft. ACLE steht für Association Cologne, Lille, Erfurt, da. Die Gesellschaft kümmert sich um die beiden deutschen Partnerschaften Köln und Erfurt. Zwischen ACLE und DFG Köln gibt es zahlreiche laufende Unternehmungen: gegenseitige Besuche aus Anlass kultureller Ereignisse, zum Studium der jeweiligen Regionen und ihrer herausragenden Einrichtungen.

 

Ch'ti in Kölle
ACLE Mitglied zum Besuch in Köln
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Lille, les Flandres, le Nord PDF  | Drucken |

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Lille et les Flandres

Lille, chef-lieu der Région Nord-Pas-de-Calais und Préfecture du Département Nord, gelegen am Canal de la Deûle (am sog. « Deûlefluss »), erweckt bei einigen Franzosen, zumal im Süden, die Assoziation von kaltem Norden und Industrielandschaft. In der Tat aber strahlt diese Stadt  einen ungewöhnlichen Charme aus, der durch die Verbindung des schönen historischen Stadtbildes flandrischer Tradition mit einer eigenen nordfranzösischen Lebensart entsteht. Lille entstand, sagenumwoben, um 850 als kleine Siedlung um eine Burg auf der Deûleinsel (l’île = Lille). Über die Mark (lat. pagus) Flandern wird seit karolingischer Zeit berichtet; sie war neustrisches (westfränkisches) Lehen und ein Bollwerk gegen Normannen und Friesen. Der erste historische Graf (später Markgraf) zur Gründungszeit des Dorfes Lille war Balduin I Eisenarm (Baudouin I Bras de Fer), Schwiegersohn Karls des Kahlen. Seine Familie, be-ginnend mit seinem Sohn Balduin II, erkämpfte die Expansion Flanderns in westliche, aber auch östliche Nachbargebiete, Gebiete der französischen wie der deutschen Krone, deren Reiche durch die Schelde getrennt waren. So kam es zum Lehen zweier Kronen. Während-dessen wuchs Lille zu einer Blume Flanderns heran und wurde im Jahr 1127 Stadt, berühmt durch das Textilgewerbe. Flanderns Geschichte verlief wechselhaft: Lehen, Autonomie, bur-gundische  und habsburgische Herrschaft durch Erbe, dann Aufspaltung. Seit dem 17. Jh. gibt es im Westen einen französischen Teil und im Norden die dann niederländische Provinz Zeeland. Kernflandern  blieb zunächst habsburgisch-spanisch („spanische Niederlande“), wurde wieder zeitweise österreichisch, bis es 1830 als Belgien mit den anderen Provinzen, wie etwa Brabant, Lüttich etc., autonom wurde.

Louis Pasteur war viele Jahre Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Lille. Charles de Gaulle wurde in Lille geboren aber nicht unbedingt von Lille geprägt.

Heute hat Lille ca. 200 000 Einwohner, der bedeutende urbane Ballungsraum (l’aggloméra-tion Lille Métropole, communauté urbaine) zählt über 1 Million Menschen.

Le Nord 

Der Bezirk (département) Nord, Frankreichs bevölkerungsreichster mit ca. 2,6 Millionen Men-schen, umfasst die vorherigen Provinzen Französisch-Flandern, Französisch-Hennegau (Hainaut und das Gebiet von Valenciennes), sowie Cambrai und das Avenois um Avesnes. Lille-Métropole mit dem nördlich gelegenen Kreis (arrondissement) Dünkirchen und dem südlich gelegenen Kreis Douai bilden das historische Französisch-Flandern. In diesem gibt es heute kleinere Landschaftsvereinigungen wie z.B. Côte d’Opale, Coeur de Flandre, Flan-dre Moulins, Pays des Géants.

Nach längeren Auseinandersetzungen waren Französisch-Flandern, Französisch-Hennegau und das Cambrésis durch die Friedensschlüsse von Aachen (1668) und Nimwegen (1678) zu Frankreich gekommen. 1790 entstand das département im Rahmen der Verwaltungsre-form von 1789.

Der Norden erlebte eine industrielle Blüte durch Textilindustrie, Kohle und Stahl im 19. Jh.. In der Mitte des 20. Jh. waren dies jedoch einbrechende Industriezweige und eine harte Um-strukturierung war die Folge. Heute ist dies weitgehend geschafft, über 60 % der Wirtschaft sind tertiär (Dienstleistungen wie Bildung/Forschung, Kommunikation, Großhandel, Logistik). Der Kohlabbau ist ganz, die Textilindustrie bis auf Spezialitäten verschwunden. Die Stahl-industrie hat sich in  modernisierter Form gut erhalten (v.a. Dünkirchen), wie ein Teil des Großmaschinenbaus. Andrerseits kam petrochemische Industrie hinzu und die Automobil-industrie hat stark investiert. Es gibt also den „essort du Nord“!

Haye Roth

 

 


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